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HSCSD - High Speed Circuit Switched Data


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High Speed Circuit Switched Data (HSCSD), deutsch etwa schnelle leitungsvermittelte Datenübertragung, ist eine Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards CSD um schnellere Datenübertragung zu erreichen. Durch Bündelung mehrerer Datenkanäle können theoretisch Datenübertragungsraten bis etwa 115,2 kbit/s (= 8 * 14,4 kbit/s) erreicht werden.

Technisch handelt es sich um eine Bündelung mehrerer benachbarter Zeitschlitze auf eine logische Verbindung. Im GSM werden je Frequenz acht Zeitschlitze zeitversetzt übertragen. Theoretisch könnten alle acht Funkschlitze einer Verbindung zugeordnet werden. Dies ginge jedoch nur bei Verwendung von zwei Antennen, je einer für Uplink (gesendete Daten) und Downlink (empfangene Daten). Bei der üblichen einen Antenne schaltet das Handy nach dem
Sendepuls auf Empfang um und braucht dabei auch eine gewisse Zeit zur Anpassung. Tatsächlich können so nur maximal vier Kanalschlitze genutzt werden, wobei eine Teilung von 2:2, 3:1 oder 4:1 für den Downlink:Uplink zur Wahl steht. Diese wirken dann als Multiplikator der Grunddatenrate je Schlitz von 9,6 kbit/s beziehungsweise 14,4 kbit/s, mit einem praktischen Maximum von 4x14,4 zu 57,6 kbit/s.

HSCSD ist besser als GPRS geeignet für Anwendungen, die gleichmäßige Bandbreiten benötigen (wie z. B. Video-Übertragungen).


Praktische Anwendung von HSCSD
Nicht jeder GSM-Netzbetreiber bietet die Kanalbündelung per HSCSD an. In Deutschland sind dies nur Vodafone und E-Plus. Beide erlauben je Kanal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 14,4 kbit/s.

Da auf dem deutschen Markt nur Endgeräte zur Verfügung stehen, die insgesamt vier Kanäle beherrschen, ergeben sich in der Praxis zwei Varianten:

Die Bündelung von jeweils zwei Kanälen für Up- und Downlink ergibt je Richtung 28,8 kbit/s.
Vodafone erlaubt nur diese 2:2-Bündelung mit dem ISDN-Interface z. B. analogem Protokoll V.34 oder digitalem Protokoll V.110, welches dann auf 38,6 kbit/s eingestellt werden muss.
Bei Bündelung von drei zu einem Kanal stehen 43,2 kbit/s und 14,4 kbit/s zur Verfügung. Diese Geschwindigkeit wird nur von E-Plus angeboten, benötigt aber im ISDN-Interface zur vollen Nutzung das digitale Protokoll V.120. Das analoge Protokoll begrenzt auf 33,6 kbit/s.
Wird das Gerät bewegt, so kann bei einem HSCSD-Handover das Bündel oft nicht übernommen werden, und die Verbindung fällt auf CSD mit nur einem Kanal zurück.


Zukunft von HSCSD
HSCSD wird zugunsten der paketorientierten Übertragung GPRS/EDGE und UMTS/HSDPA an Bedeutung verlieren. Mit UMTS ist es möglich, CSD-Verbindungen aufzubauen (64 kbit/s), so dass entsprechende speziell entworfene Anwendungen in UMTS-Netzen weiter benutzt werden können.

Ab 2006 nimmt die Zahl der auf den Markt erhältlichen Endgeräte ab, die HSCSD unterstützen

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