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IPAD
Das iPad ist ein Tablet-Computer des amerikanischen Herstellers Apple Inc., der sich durch einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Multi-Touch) bedienen lässt. Die Software basiert auf der des iPhones, das ein ähnliches Bedienkonzept hat.
IPad - Fakten Hersteller Apple Inc. Flash-Speicher 16, 32, 64 GB Prozessor 1 GHz Apple-A4-Chip (ARM-Architektur) Arbeitsspeicher 256 MB DRAM[1] Bildschirm 9,7-Zoll-Touchscreen 1024×768 Pixel, 132 dpi Gewicht 680 g (730 g bei 3G) Akkulaufzeit 10 h (laut Hersteller) Maße (H×B×T) 242,8 × 189,7 × 13,4 mm Betriebssystem iOS 3.2.2
IPad - Hardware Im CaseIm iPad wird der von Samsung gefertigte ARM-Prozessor Apple A4 mit
einer Taktfrequenz von 1 GHz verwendet. Das Gerät wird in Versionen mit 16, 32 oder 64 GB Flash-Speicher angeboten. Zur Basisausstattung gehören 802.11a/b/g/n-WLAN sowie Bluetooth 2.1 mit Enhanced Data Rate (EDR). Als mobile Netzwerktechniken sind gegen Aufpreis UMTS/HSDPA und GSM/EDGE eingebaut. Diese Geräte enthalten auch eine A-GPS-Funktion und lassen sich nur mit SIM-Karten des Formats „micro-SIM“ bzw. Karten mit dem Formfaktor „3FF“ (12 mm × 15 mm) betreiben.
Die Laufzeit des fest eingebauten Akkus wird vom Hersteller mit bis zu zehn Stunden und die Standbyzeit mit mehreren Wochen angegeben. Die Lebenszeit des Akkus soll rund fünf Jahre betragen. Der 9,7-Zoll-Tastschirm (IPS-Display) funktioniert wie beim iPhone kapazitiv und reagiert auf Multi-Touch-Gesten. Das Gerät hat einen Beschleunigungssensor auf Siliziumbasis, über den Anwendungen gesteuert werden können und der den Bildschirminhalt an die Lage des Geräts anpasst. Der Bildschirm ist hintergrundbeleuchtet, wobei die Helligkeit über einen Umgebungslichtsensor an die umgebenden Lichtverhältnisse angepasst wird. Weiterhin hat das iPad einen Kopfhöreranschluss und besitzt integrierte Lautsprecher sowie ein Mikrofon.
Das iPad verfügt über den proprietären 30-poligen Dock-Connector der iPod-/iPhone-Familie. Mittels Adapter können zusätzlich USB-, SD-Card- oder eine VGA-Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden.
Die Endmontage der einzelnen Hardwarekomponenten übernimmt das taiwanesische Unternehmen Foxconn.
IPad - Software Fast alle im App Store für das iPhone und den iPod touch vorhandenen Anwendungen können auf dem iPad verwendet werden. Anwendungen, die ursprünglich für die iPhone-Plattform entwickelt wurden, können vergrößert dargestellt werden, um die Nutzung zu erleichtern. Dabei werden diese Anwendungen durch die Vergrößerungen des iPhone-Programms auf dem iPad deutlich pixeliger und unscharf. Von Apple selbst gibt es die einzelnen Office-Anwendungen der iWork-Familie als spezielle, an die Multi-Touch-Bedienung des iPad angepasste Versionen. Neu ist die iBooks-Anwendung, mit der E-Books im EPUB-Format angezeigt werden können; diese sind in dem gleichzeitig eingeführten Webportal Apple iBookstore zu erwerben.
Apples Entwicklungsumgebung Xcode unterstützt das iPad mit der Version 3.2.2. Xcode enthält ab dieser Version auch einen iPad-Simulator mit iPhone OS 3.2 und das dazugehörige SDK. Xcode wird von Apple kostenlos verteilt, für die iPad-Entwicklung wird ein intelbasierter Mac-Rechner mit Mac OS X ab Version 10.6.2 benötigt. Zum Testen der Programme auf dem iPad wird außerdem eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in der Apple Developer Connection verlangt. Bei einer Mitgliedschaft im „iPhone Developer University Program“ ist das Testen kostenfrei.
Das Betriebssystem des iPads ist multitaskingfähig und kann dadurch sowohl mehrere Anwendungen parallel ausführen als auch zwischen verschiedenen laufenden Anwendungen wechseln. Apple stellt diese Funktionalität bislang aber nur einer geringen Anzahl eigener Anwendungen, wie etwa der iPod- und E-Mail-Anwendung sowie seinem Browser Safari, zur Verfügung, da die Batterielaufzeit unter Verwendung des Mehrprozessbetriebes verkürzt ist. Das nächste iPhone-OS (Version 4), das ab Herbst 2010 auch auf dem iPad zum Einsatz kommt, hat eine Technik eingeführt, mit der zwischen mehreren Anwendungen umgeschaltet werden kann. Durch eine spezielle Technik (teilweise werden inaktive Anwendungen gestoppt und laufen beim Einblenden oder Eintreffen von Benachrichtigungen weiter) wird der Akku geschont und der Anwender hat trotzdem das „Erlebnis“ von Multitasking. Die neue Software soll erst im Herbst 2010 erscheinen.
Eine Implementierung von Adobe Flash wird von Apple entschieden abgelehnt, da es laut Steve Jobs aufgrund von Programmierfehlern seitens Adobe immer wieder zu Systemabstürzen komme und außerdem die Akkulaufzeit verkürze.
Für das iPad existieren verschiedene Jailbreaks. Das erste Jailbreak erlaubt den Zugriff auf die Root-Ebene des iPads über das Mac-Terminal. Am 3. Mai 2010 wurde das Jailbreak-Tool Spirit veröffentlicht, mit dem auf die Dateistruktur des Betriebssystems zugegriffen werden kann um so Applikationen und Systemerweiterungen von Drittanbietern (z. B. über Cydia) auszuführen. Damit kann eine Bluetooth-Maus mit dem iPad gekoppelt, ein USB-Stick oder eine externe Festplatte über das optional erhältliche Apple Camera Connection Kit angeschlossen werden.
Das iPad ist als persönliches Gerät konzipiert und bietet keine Möglichkeit zur Verwaltung unterschiedlicher Benutzerkonten. Alle Nutzer eines iPad greifen auf gemeinsame Daten zu und teilen sich E-Mails, Kalender und weitere Informationen.
IPad - Bedienung Anders als bei einem Computer gibt es beim iPad kein Zeigegerät, das einen Mauszeiger über den Bildschirm bewegt. Die Bedienung erfolgt mit den Fingern des Nutzers, die dabei mit den Multi-Touch-Gesten unterschiedliche Funktionen auslösen können. Alle Gesten des iPhones funktionieren auch beim iPad. Zusätzlich wurden weitere Gesten eingeführt. Beispielsweise lässt sich mittels einer „Spreiz“-Geste eine Vorschau eines Fotostapels öffnen. Wie beim iPhone ist auch beim iPad die Bedienung mit einem herkömmlichen Stift, z. B. einem Kugelschreiber, aufgrund des kapazitiven Touchscreens nicht möglich.
Eine virtuelle, an die Anforderungen des Programms angepasste Tastatur wird – wenn nötig – am jeweils unteren Bildschirmrand eingeblendet. Zusätzlich kann eine externe Tastatur über Bluetooth oder ein Keyboard-Dock angeschlossen werden. Dafür bietet Apple ein Dock mit Tastatur an, die dem Layout der Apple-Bluetooth-Tastatur Aluminium von 2008 entspricht.
Alle wichtigen Programme des Gerätes können sowohl in vertikaler als auch horizontaler Orientierung des Bildschirms bedient werden. Das iPad dreht die Ansicht und das Layout des Programms mittels des eingebauten Bewegungssensors. Diese Funktion kann über einen Knopf neben dem Lautstärkeregeler deaktiviert werden.
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