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MACHINE TO MACHINE - M2M
Machine-to-Machine (kurz M2M) steht für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern mit einer zentralen Leitstelle. So ist auch die Fernüberwachung, -kontrolle und -wartung von Maschinen, Anlagen und Systemen möglich, die traditionell als Telemetrie bezeichnet wird. Die M2M-Technologie verknüpft Informations- und Kommunikationstechnik mit der Mikrosystemtechnik sowie Logistik. So entsteht ein Internet intelligenter Dinge – das so genannte „Internet der Dinge“.
M2M-Lösungen können in jedem Wirtschaftszweig Arbeitsabläufe rationalisieren und zu
Produktivit ätssteigungen führen. In der Vending-Wirtschaft melden sich zum Beispiel Verkaufsautomaten selbstständig bei einem zentralen Rechner, wenn sie neu bestückt werden müssen. Regelfahrten des Automatenbetreibers können so vermieden werden. Darüber hinaus kommt es zur Vermeidung von Ausfallzeiten. Die damit verbundenen Rationalisierungen der Geschäftsprozesse und die daraus folgenden Kosteneinsparungen bergen für die Industrie – und auch für die Gesellschaft – ein riesiges Potenzial (siehe Marktpotenzial).
Im Rahmen der Initiative „Informationsgesellschaft Deutschland 2010“ (iD2010) und des Forschungsförderungsprogramms “IKT 2020“ werden für das Internet der Dinge und die M2M-Kommunikation ein besonderer Forschungsbedarf und signifikante Chancen für die Wirtschaft gesehen.
Anwendungsspektrum von Machine-to-Machine - M2M Als viel versprechende Einsatzfelder werden die folgenden Märkte angesehen:
Transportwesen Flottenmanagement/Telematik/Verkehrssysteme Gebäudetechnik Versorgungsunternehmen Verkaufsautomaten/Vending Sicherheitstechnik/Alarmsysteme/Überwachung Gesundheitswesen/Medizintechnik Produktion/Automation Verkehrssysteme Payment/Transaktion
Grundkonzept einer Machine-to-Machine - M2M-Anwendung M2M-Systeme werden in erster Linie durch drei Grundkomponenten charakterisiert:
1. Datenendpunkt (Data End Point = DEP) – z.B. ein zu überwachender Verkaufsautomat
2. Kommunikationsnetze
Mobilfunk (z.B.: GSM/SMS/GPRS/HSCSD/EDGE/UMTS) Kabelgebunden (z.B.: Analog, ISDN, ADSL, Ethernet) Sonstige (z.B.: Bluetooth, RFID, ZigBee, W-LAN) 3. Datenintegrationspunkt (Data Integration Point = DIP) z.B. ein Server, der die Füllstände aller Verkaufsautomaten überwacht
Bei dem Datenendpunkt (DEP) handelt es sich um ein kompaktes Mikrorechnersystem – einen Sender, der mit einem Endgerät verknüpft ist. Innerhalb eines geschlossenen Netzwerkes kann es zahlreiche Datenendpunkte und die zugehörigen Endgeräte bzw. Maschinen geben. Mit Hilfe der DEP tauschen die Maschinen über ein Kommunikationsnetzwerk Daten mit dem Datenintegrationspunkt (DIP) – dem Empfänger – aus, der mit einer zentralen Leitstelle verbunden ist. Der DIP ist im Gegensatz zu den zahlreich vorhandenen DEPs meist nur einmal in einer M2M-Applikation zu finden. Dabei fließen die Informationen nicht ausschließlich in Richtung der Zentrale. So ist auch die Kommunikation zwischen den einzelnen DEPs möglich. Die gesamte Datenübertragung kann dabei etwa über ein Mobilfunknetz erfolgen. Beispielsweise sende eine Anlage eine Fehlermeldung direkt an eine ausgewählte Gruppe von Ingenieuren mittels SMS.
Komponenten einer M2M Lösung M2M-Lösungen bestehen grundsätzlich aus mehreren voneinander abhängigen Komponenten, die Kommunikation zwischen Maschinen ermöglichen. Dazu gehören vor allem:
Hardwarekomponenten (z.B.: Modems, Industrie PCs, Server) Mobilfunk- und Festnetzdienstleistungen Systemintegrations- und Beratungsdienstleistungen Applikationen (z.B.: Serverapplikationen, „Point to Point“ Applikationen)
Erfolgsfaktoren von M2M - Lösungen Eine enge Zusammenarbeit zwischen Lösungspartner, Netzbetreiber und Kunden ist der Schlüssel zu einer unkomplizierten und erfolgreichen Planung und Umsetzung von M2M-Lösungen. Zudem ist der Erfolg einer M2M-Lösung oftmals auch von folgenden Faktoren abhängig:
Finanzielle Planbarkeit der anfallenden Kosten Einfache Bedienbarkeit Gesellschaftsfähigkeit (Akzeptanz) Einfache und günstige Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme Ein klarer Mehrwert Die Zukunft ist IP -> Weiteres Einsatzspektrum und Investitionssicherheit Adäquate Hardware -> Günstige Hardware kann unter Umständen höhere Kosten erzeugen als teurere Hardware Adäquate Kommunikation (Netze/Protokolle/Tarife) Adäquates Software Backend
Marktpotenzial von Machine-to-Machine - M2M Laut Schätzungen der Harbor Research Inc. werden 2010 mehr als 500 Millionen Geräte weltweit miteinander verbunden sein. Für die nächsten 5 Jahre wird zudem mit einem jährlichen Umsatzwachstum im Bereich der M2M-Geräte von ca. 27% gerechnet und soll im Jahr 2011 einem Wert von 10,6 Mrd. Dollar entsprechen.
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