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SYMBIAN SMARTPHONE - BETRIEBSSYSTEM
Die Symbian-Plattform, umgangssprachlich auch einfach Symbian [ˈsɪmbɪən] genannt, ist ein Betriebssystem für Smartphones und PDAs. Vorgänger ist das nicht quelloffene Symbian OS. Es ist ein Derivat der 32-Bit-EPOC-Plattform von Psion. Vertriebsplattform für Symbian-Apps ist der Nokia Store.
Das Betriebssystem wurde ein knappes Jahr lang vom 4. Februar 2010 bis zum 17. Dezember 2010 von Nokia auch unter einer Open Source-Lizenz vertrieben. Zu diesem Zwecke erwarb Nokia im Dezember 2008 sämtliche Rechte und übertrug sie sodann an die Symbian Foundation. Diese
Stiftung kümmerte sich um die Zusammenarbeit zwischen Open-Source Entwicklern und den internen Symbianentwicklern. Anfang Dezember 2010 teilte die Symbian Foundation mit, dass ab dem 17. Dezember 2010 der Quelltext der Symbian Plattform nicht mehr der Öffentlichkeit zum freien Download zu Verfügung gestellt wird. Seit dem 1. April 2011 ist der Symbiancode wieder verfügbar und steht unter der Symbian License, die weitestgehend nicht mit Open-Source-Lizenzen kompatibel ist.
Symbian hat vieles mit Desktop-Betriebssystemen gemein, z. B. präemptives Multitasking, Multithreading und Speicherschutz. Neben Programmen in C++, Java und Flash Lite kann unter anderem auch OPL oder Python auf den Geräten verwendet werden. Unterstützung für Relationale Datenbanken in der Implementierung von SQLite wird ebenso angeboten.
Geschichte Symbian v9.4 auf dem Samsung i8910 HDAm 24. Juni 2008 kündigten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und NTT Docomo die Absicht an, Symbian OS, S60, UIQ und MOAP(S) zu einer einzigen offenen Plattform zu vereinen. Zusammen mit AT&T, LG Electronics, Samsung Electronics, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone haben sie zur Stärkung der Anziehungskraft dieser vereinigten Softwareplattform die Symbian Foundation gegründet. Die Mitgliedschaft dieser Non-Profit-Foundation war gegen eine Jahresgebühr offen für alle Organisationen.Der Source Code wurde vollständig als Open Source veröffentlicht.
Zu Beginn setzten von den großen Herstellern nur Nokia, Siemens und Sony Ericsson auf diese Plattform. Später folgten Mobiltelefone mit Symbian OS von Arima, BenQ, Lenovo, Panasonic, Samsung, LG, Motorola oder Sendo. Erstes Mobiltelefon mit Symbian OS war der Nokia 9210 Communicator, damals mit der Version 6.0. Das Motorola A920 war das erste Symbian-OS-Handy für UMTS-Netze.
Im September 2010 verlautbarten sowohl Samsung als auch Sony Ericsson, bei zukünftigen Smartphones auf Symbian zu verzichten.
Im November 2010 gaben Nokia und die Symbian Foundation nach dem Ausstieg von Sony Ericsson und Samsung aus der Foundation bekannt, dass die Verwaltung und Entwicklung der Plattform ab April 2011 komplett bei Nokia liegen werde. Die Symbian Foundation übernehme ab da nur noch die Lizenzierung der Plattform.
Bereits im Februar 2011 jedoch gab der in einer Krise befindliche Nokia-Konzern bekannt, seine Smartphones künftig vor allem mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 von Microsoft ausstatten zu wollen. Auf dem Smartphone-Markt wird Symbian nach diesem Schritt voraussichtlich nur noch eine bedeutend geringere Rolle spielen, als bisher angenommen wurde.
Unter dem Namen SYMBEOSE („Symbian – the Embedded Operating System for Europe“) soll die Symbian-Entwicklung ab 2011 im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der EU von der Europäischen Kommission mit elf Millionen Euro kofinanziert werden. Die gleiche Summe sollen insgesamt 24 europäische Technologiefirmen als Public Private Partnership in das Projekt einbringen, dessen Federführung die Symbian Foundation übernehmen und dessen Fokus unter anderem auf der Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten für Symbian liegen soll.
Benutzeroberflächen Im Gegensatz zum früheren Symbian OS, das ein zusätzliches User-Interface-System (UI) benötigte (entweder S60, UIQ oder MOAP(s)), beinhaltet die Symbian-Plattform eine UI-Komponente. Ursprünglich sollte diese Komponente ab der Version Symbian^4 auf der Qt-basierten Oberfläche Orbit beruhen. Nach Ankündigungen von Nokia im Oktober 2010 werden die Änderungen direkt in Qt entwickelt, Orbit wird nicht weiter verwendet.
Nokia sah vor 2008 Touchscreens als zu teuer und anfällig an und setzte daher bis dahin hauptsächlich auf Oberflächen mit reiner Tastaturbedienung. Seit 2008 gibt es Smartphones, die auf Symbian S60 v5 basieren und per Touchscreen bedient werden (z. B. Nokia N97, Nokia 5800 Xpress Music, Samsung i8910 HD und das Sony Ericsson Satio). Ende 2010 erschienen die ersten Touchscreen-Geräte mit der komplett quelloffenen Symbian^3-Plattform (u. a. Nokia N8), auf der letztmalig für Touchscreens eine weiterentwickelte Form von S60 zum Einsatz kommt.
Symbian - Webseite: http://symbian.nokia.com/
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